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Backup vorhanden. Alles gesichert? Nicht unbedingt.

Warum Backup-Konzepte regelmässig überprüft werden müssen und weshalb neue Tools meist unbemerkt aus der Sicherung herausfallen. 


Viele Organisationen haben ein Backup. Das ist gut. Aber es ist nur die halbe Wahrheit. Die wichtigere Frage lautet: Werden heute überhaupt noch alle relevanten Daten gesichert? 

In der Praxis sehen wir immer wieder dieselbe Situation: Ein Backup-Konzept wurde sauber aufgebaut, die Sicherungen laufen zuverlässig und niemand macht sich grosse Gedanken darüber. Dann kommen neue Arbeitsweisen dazu. Eine Migration wird durchgeführt. Ein neues Cloud-Tool wird eingeführt. Mitarbeitende beginnen, wichtige Informationen auf dem Smartphone zu erfassen. 

Und plötzlich liegen Daten an Orten, die im ursprünglichen Backup-Konzept gar nie berücksichtigt wurden. Das Problem wird meist erst sichtbar, wenn etwas verloren geht. 

Hand scrollt auf Laptop

Ein Backup schützt nur das, was es kennt 

Ein Backup-System kann nur Daten sichern, die ihm bekannt sind. 

Viele Organisationen gehen jedoch unbewusst davon aus, dass neue Daten automatisch in die bestehende Sicherung integriert werden. 

Das stimmt leider nicht immer. Ein typisches Beispiel ist eine Migration von OneDrive zu kDrive. Während der Umstellung wird geprüft, ob die Daten erfolgreich übertragen wurden. Weniger Aufmerksamkeit erhält oft die Frage, ob die neuen Speicherorte weiterhin durch die bestehenden Backup-Prozesse erfasst werden. 

Genau deshalb sollte nach jeder Migration überprüft werden, ob das Backup-Konzept noch zur neuen Umgebung passt. Das gilt übrigens nicht nur für Dateiablagen. Auch neue Fachanwendungen, Notiz-Tools, Projektplattformen oder Cloud-Dienste können Daten enthalten, die später wichtig werden. 


Neue Tools entstehen oft schleichend 

Nicht jede Veränderung wird als IT-Projekt geplant. Viele neue Werkzeuge kommen im Alltag dazu. 

Ein Team beginnt, Notizen in einer neuen App zu erfassen. Eine Abteilung nutzt ein spezialisiertes Cloud-Tool. Ein Verein führt eine neue Mitgliederverwaltung ein. Ein Projekt wird über eine externe Plattform organisiert. Solche Lösungen entstehen oft aus einem echten Bedürfnis heraus. Das ist verständlich und häufig sinnvoll. 

Die Frage ist jedoch: Wer hat geprüft, ob diese Daten gesichert werden? 

Viele Backup-Konzepte basieren auf einer Bestandsaufnahme, die vor einigen Jahren erstellt wurde. Die IT-Landschaft entwickelt sich jedoch laufend weiter. Deshalb sollte regelmässig überprüft werden, ob die aktuelle Arbeitsweise noch mit dem bestehenden Backup-Konzept übereinstimmt. 


Ein Backup ist erst dann wertvoll, wenn es sich zurückspielen lässt 

Ein weiterer häufiger Irrtum: Wenn das Backup erfolgreich erstellt wurde, ist alles in Ordnung. 

Auch das greift zu kurz. Entscheidend ist nicht nur, ob eine Sicherung vorhanden ist. Entscheidend ist, ob die Daten im Ernstfall tatsächlich wiederhergestellt werden können. 

Viele Organisationen testen ihre Sicherungen nie. Erst bei einem Datenverlust stellt sich heraus, dass Dateien beschädigt sind, Zugriffsrechte fehlen oder die Wiederherstellung deutlich komplizierter ist als erwartet. 

Ein Backup sollte deshalb nicht nur erstellt, sondern auch regelmässig getestet werden. Dabei geht es nicht um eine vollständige Wiederherstellung der gesamten Umgebung. Oft genügt bereits ein kontrollierter Test einzelner Datenbestände. 

Die wichtige Frage lautet: 

Können wir die Daten tatsächlich wieder zurückholen? 


Sind die Sicherungen überhaupt noch lesbar? 

Auch Backup-Dateien können beschädigt werden. 

Speichermedien altern. Systeme verändern sich. Software wird aktualisiert. 

Ein Backup, das vor Jahren problemlos funktionierte, ist nicht automatisch auch heute noch zuverlässig lesbar. Deshalb gehört zur Backup-Strategie nicht nur die Sicherung selbst, sondern auch die regelmässige Kontrolle der Integrität. 

Anders gesagt: Es reicht nicht zu wissen, dass ein Backup vorhanden ist. Man muss auch wissen, dass es im Ernstfall funktioniert. 


Das Smartphone wird oft vergessen 

Immer mehr Arbeit findet auf mobilen Geräten statt. Kontaktdaten, Fotos, Sprachnotizen, Dokumente, Nachrichten oder Arbeitsschritte werden direkt auf dem Smartphone erfasst. 

Hier entsteht eine wichtige Unterscheidung: 

Wenn die Daten unmittelbar in einer Cloud-Anwendung gespeichert werden, sind sie oft bereits Teil eines zentralen Systems. 

Doch auch dann stellt sich die Frage: 

Wird dieses Cloud-System überhaupt gesichert? Und ist es Bestandteil des Backup-Konzepts? 

Problematisch wird es besonders bei Daten, die lokal auf dem Gerät verbleiben. Geht das Smartphone verloren oder wird es beschädigt, können diese Informationen dauerhaft verschwinden. Deshalb sollten mobile Geräte bei der Überprüfung des Backup-Konzepts ausdrücklich berücksichtigt werden. 

Seitenansicht auf Hände die auf einem Smartphone tippen

Backup-Konzepte sind keine einmalige Aufgabe 

Viele Organisationen behandeln Backup-Projekte wie einen abgeschlossenen Auftrag. Dabei handelt es sich eigentlich um einen laufenden Prozess. 

Ein gutes Backup-Konzept wird regelmässig hinterfragt: 

    • Wo liegen heute unsere Daten? 
    • Haben sich Arbeitsabläufe verändert? 
    • Nutzen wir neue Software oder neue Cloud-Dienste? 
    • Werden mobile Geräte berücksichtigt? 
    • Werden alle relevanten Daten gesichert? 
    • Sind die Sicherungen lesbar? 
    • Funktioniert die Wiederherstellung weiterhin? 
    • Entsprechen die Aufbewahrungsfristen noch den Anforderungen? 

    Nicht alles muss ständig neu aufgebaut werden. Aber regelmässige Kontrollen schaffen Sicherheit und verhindern unangenehme Überraschungen. 


    Gute Backups schaffen Vertrauen, bevor etwas passiert 

    Die meisten Organisationen beschäftigen sich erst intensiv mit Backups, wenn Daten fehlen. Genau dann ist es jedoch zu spät. 

    Ein Backup-Konzept soll nicht nur Daten sichern. Es soll Orientierung schaffen und Klarheit geben, welche Informationen geschützt sind und wie sie im Ernstfall wieder verfügbar werden. Gerade weil sich IT-Landschaften laufend verändern, lohnt es sich, das Thema periodisch auf die Agenda zu setzen. 

    Nicht aus Misstrauen gegenüber der Technik. Sondern weil gute IT dort beginnt, wo Verantwortung regelmässig überprüft wird. 


    Fazit 

    Ein Backup ist kein Zustand, sondern ein Prozess. 

    Neue Cloud-Dienste, Migrationen, Fachanwendungen oder mobile Arbeitsweisen können dazu führen, dass wichtige Daten unbemerkt aus dem bestehenden Sicherungskonzept herausfallen. 

    Deshalb sollte ein Backup-Konzept regelmässig überprüft werden. Nicht nur hinsichtlich der vorhandenen Sicherungen, sondern auch bezüglich der Frage, ob die Daten vollständig erfasst werden, ob die Sicherungen lesbar sind und ob die Wiederherstellung tatsächlich funktioniert. 

    Wer diese Kontrollen periodisch durchführt, reduziert Risiken erheblich und sorgt dafür, dass Daten im Ernstfall nicht nur gesichert, sondern auch wieder verfügbar sind. 


    Hilfe? Oder mehr?

    Brauchst Du Hilfe mit Deinen Backups? Wir bei PLUS UND PLUS sind für Dich da!

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    Portrait von David Moser - Geschäftsführer und Inhaber von PLUS UND PLUS AG

    David Moser

    Geschäftsführer und Inhaber