Zum Hauptinhalt springen

Wechsel auf das neue Outlook

Was sich ändert, was (noch) fehlt und wie Ihr gut begleitet umstellt


Warum dieses Thema jetzt wichtig ist

Microsoft treibt den Wechsel auf das neue, moderne Outlook konsequent voran.
Viele von Euch sehen bereits Hinweise wie:

  • „Wechseln Sie zum neuen Outlook“
  • „Classic Outlook wird langfristig ersetzt“
  • Neue Funktionen erscheinen nur noch im neuen Outlook

Gleichzeitig hören wir aus der Praxis:

„Früher ging das noch.“
„Das neue Outlook ist schneller – aber anders.“
„Einige Dinge fehlen uns plötzlich.“

Dieser Beitrag soll einordnen, entlasten und vorbereiten.
Nicht alles ist besser. Aber vieles ist neu. Und der Wechsel braucht Begleitung.

Neues Outlook und Outlook Classic

Was ist das „neue Outlook“ überhaupt?

Das neue Outlook ist kein klassisches Desktop-Programm mehr, sondern technisch näher an:

  • Outlook im Web
  • Microsoft 365
  • Cloud-basierter Arbeitsweise

Ziel von Microsoft ist ein einheitliches Outlook auf allen Plattformen:
Windows, Web, Mobile – mit gleicher Logik, gleichem Verhalten, gleichen Funktionen.
Das bringt Vorteile. Aber auch Einschränkungen.


Was mit dem neuen Outlook besser wird

1. Schneller Start & bessere Performance

  • kürzere Ladezeiten
  • weniger lokale Abhängigkeiten
  • stabileres Verhalten bei grossen Postfächern

2. Einheitliches Erlebnis

  • Desktop, Web und Mobile fühlen sich gleich an
  • weniger Umgewöhnung bei Gerätewechseln
  • ideal für hybride Teams

3. Moderne Zusammenarbeit

  • bessere Integration mit:
    • Microsoft Teams
    • To Do
    • Planner
    • Loop-Komponenten
  • Termine, Chats und Aufgaben greifen stärker ineinander

4. Weniger lokale Abhängigkeiten

  • weniger Probleme mit lokalen Profilen
  • besser geeignet für moderne Geräte und Cloud-Umgebungen

Was früher möglich war – und im neuen Outlook (noch) nicht

Hier wird es wichtig, ehrlich zu sein.

Klassische PST-Dateien

  • Lokale Archiv-PSTs werden nicht mehr unterstützt
  • Alte Ablagen müssen migriert oder neu gedacht werden

Bestimmte COM-Add-ins

  • Viele ältere Outlook-Add-ins funktionieren nicht mehr
  • Besonders betroffen: Drittanbieter-Plugins

Makros & VBA

  • VBA-Automatisierungen aus dem alten Outlook sind nicht mehr nutzbar
  • Prozesse müssen neu gelöst werden (z. B. Power Automate)

Tiefe Offline-Funktionen

  • Offline-Arbeiten ist eingeschränkter
  • Das neue Outlook setzt klar auf Online-Verfügbarkeit

Einzelne Detailfunktionen

  • bestimmte Ansichten
  • spezielle Kalenderoptionen
  • ältere Suchlogiken

Wichtig:
Das heisst nicht, dass diese Funktionen nie zurückkommen, aber aktuell fehlen sie.


Was sich im Alltag konkret ändert (Praxisbeispiele)

Beispiel 1: Persönliche Ablagen

Früher:

„Ich speichere alles lokal in meiner PST.“

Neu:

  • Ablage in Exchange / Microsoft 365
  • Struktur über Ordner oder Kategorien
  • Vorteil: Zugriff von überall, bessere Sicherung

Beispiel 2: Automatisierungen

Früher:

Outlook-Makro sortiert Mails, erstellt Termine, verschiebt Dateien.

Neu:

  • Power Automate
  • Regeln + Cloud-Flows
  • mehr Transparenz, weniger „Magie im Hintergrund“

Beispiel 3: Zusammenarbeit

Früher:

E-Mail hin und her, CC-Chaos.

Neu:

  • Verknüpfung mit Teams
  • Aufgaben direkt aus Mails
  • weniger Kopien, mehr Klarheit

Wie ein Wechsel gut begleitet werden kann

Der wichtigste Punkt:
Nicht einfach umstellen. Begleiten.

1. Zielgruppe definieren

  • Wer kann früh wechseln?
  • Wer braucht noch Zeit?
  • Wer ist besonders betroffen (z. B. Power-User)?

2. Pilotgruppe starten

  • 2–5 Personen
  • echtes Feedback sammeln
  • Stolpersteine sichtbar machen

3. Alte Abhängigkeiten prüfen

  • PSTs
  • Add-ins
  • Makros
  • Spezialprozesse

Diese Punkte entscheiden, wann jemand wechseln kann.

4. Schulung statt Anleitung

Nicht:
„Hier ist das neue Outlook.“

Sondern:

  • Was ist gleich geblieben?
  • Was ist neu?
  • Was geht anders, aber einfacher?

Kurze, verständliche Schulungen wirken hier Wunder.

5. Parallelbetrieb zulassen

  • Niemand muss alles sofort können
  • Classic Outlook und neues Outlook können zeitweise nebeneinander existieren
  • Druck rausnehmen = Akzeptanz erhöhen

Warum Begleitung hier entscheidend ist

Der Wechsel auf das neue Outlook ist kein technisches Projekt.
Es ist ein Veränderungsprozess.

  • Menschen verlieren gewohnte Abläufe
  • Routinen brechen weg
  • Unsicherheit entsteht

Gute IT nimmt diese Emotionen ernst.
Und genau hier setzen wir an.


Fazit: Modernisieren – aber mit Augenmass

Das neue Outlook ist die Zukunft.
Aber der Weg dorthin darf ruhig, strukturiert und menschlich sein.

Unser Rat:

  • nicht blockieren
  • nicht überstürzen
  • nicht alleine lassen

Sondern:

  • analysieren
  • begleiten
  • schrittweise umstellen

So wird aus einem erzwungenen Wechsel eine echte Verbesserung.

Portrait von David Moser - Geschäftsführer und Inhaber von PLUS UND PLUS AG

David Moser

Geschäftsführer und Inhaber