Qualität mit Lernenden
Wie wir bei PLUS UND PLUS hohe IT Qualität sichern und trotzdem Raum für Entwicklung lassen
Warum dieses Thema immer wieder Fragen auslöst
PLUS UND PLUS ist ein sozialer IT Betrieb. Wir bilden Lernende aus, geben ihnen Verantwortung und begleiten sie auf ihrem Weg in den ersten Arbeitsmarkt. Gleichzeitig liefern wir professionelle IT Dienstleistungen für KMUs, Stiftungen und soziale Organisationen.
Diese Kombination wirft bei manchen Kund:innen eine berechtigte Frage auf:
Wie passt das zusammen? Wie kann die Qualität hoch bleiben, wenn Lernende mitarbeiten dürfen und auch Fehler machen?
Diese Frage nehmen wir ernst. Und genau deshalb ist Qualitätsmanagement bei uns kein Nebenthema, sondern ein zentraler Bestandteil unserer täglichen Arbeit.
Qualität und Lernende sind kein Widerspruch
Lernende machen Fehler. Das ist Teil des Lernprozesses. Entscheidend ist nicht, ob Fehler passieren, sondern wie damit umgegangen wird.
Qualität entsteht nicht dadurch, dass keine Fehler passieren. Qualität entsteht dadurch, dass Fehler früh erkannt, korrekt eingeordnet und sauber korrigiert werden, bevor sie beim Kunden ankommen.
Unser Anspruch ist klar:
Die Qualität nach aussen muss jederzeit professionell sein. Der Lernprozess nach innen darf und soll stattfinden.
Qualität beginnt bei klaren Prozessen
Ein zentrales Element unseres Qualitätsmanagements sind klare, nachvollziehbare Prozesse.
Diese sind nicht dazu da, Lernende zu bremsen, sondern sie zu führen.
Jede wiederkehrende Aufgabe folgt bei uns einem definierten Ablauf.
Diese Abläufe sind dokumentiert, verständlich formuliert und jederzeit zugänglich.
Prozesse geben Sicherheit. Für Lernende genauso wie für erfahrene Mitarbeitende.
Kontrollen sind Teil der Verantwortung
Qualitätssicherung bedeutet auch Kontrolle. Nicht im Sinne von Misstrauen, sondern im Sinne von Verantwortung.
Je nach Aufgabe arbeiten wir mit unterschiedlichen Kontrollmechanismen:
- Vier Augen Prinzip bei sensiblen Arbeiten
- Stichprobenkontrollen bei Routineaufgaben
- Freigaben durch erfahrene Fachpersonen
- Klare Eskalationswege bei Unsicherheiten
So stellen wir sicher, dass Fehler intern bleiben und nicht beim Kunden landen.
Feedbackloops statt einmalige Abnahmen
Qualität ist kein Zustand, den man einmal prüft und dann abhakt. Qualität ist ein laufender Prozess.
Darum arbeiten wir mit kontinuierlichen Feedbackloops:
- Nach Abschluss von Arbeiten
- Nach Supportfällen
- Nach Projektschritten
- Nach Kundenrückmeldungen
Lernende erhalten zeitnah Feedback. Nicht erst am Ende eines Projekts. Das beschleunigt den Lernprozess und erhöht gleichzeitig die Qualität der Ergebnisse.
Tägliche Briefings und kurze Wege
Ein weiterer zentraler Baustein sind unsere täglichen Briefings. Sie schaffen Struktur, Austausch und Transparenz.
In diesen Briefings werden Aufgaben besprochen, offene Fragen geklärt und Unsicherheiten angesprochen. Lernende wissen jederzeit, an wen sie sich wenden können.
Zusätzlich gilt bei uns eine offene Tür Kultur. Fragen sind ausdrücklich erwünscht. Lieber einmal zu viel nachfragen als einmal zu wenig.
Diese Fragekultur ist ein wichtiger Bestandteil unseres Qualitätsverständnisses.
Telefon Begleitung statt anonymer Tickets
Gerade im Support setzen wir bewusst auf Telefon Begleitung und persönliche Kommunikation.
Wenn Lernende Supportfälle übernehmen, geschieht das nicht isoliert. Sie werden begleitet, hören zu, lernen Gesprächsführung und wissen, wann sie Unterstützung holen müssen.
Für Kund:innen bedeutet das:
Ihr habt jederzeit einen Ansprechpartner. Und im Hintergrund sorgt unser Team dafür, dass die Qualität stimmt.
Systeme, Abläufe und Checklisten
Qualität lässt sich nicht nur über Menschen sichern. Sie braucht auch Systeme.
Wir arbeiten mit klaren Ticket Abläufen, Dokumentationen, Checklisten und standardisierten Vorgehensweisen. Diese helfen dabei, nichts zu vergessen und konsistent zu arbeiten.
Checklisten sind bei uns kein Zeichen von Unsicherheit. Sie sind ein Zeichen von Professionalität.
Der wichtigste Punkt: Kommunikation mit dem Kunden
Qualität entsteht nicht nur durch gute Arbeit, sondern durch sichtbare Qualität.
Darum legen wir grossen Wert auf Kommunikation:
Wir erklären, wie wir arbeiten
Wir machen unsere Qualitätsprozesse transparent
Wir sagen offen, wann Lernende beteiligt sind
Wir zeigen, wo Kontrollen stattfinden
Wir holen Rückmeldungen aktiv ein
So entsteht Vertrauen. Kund:innen müssen nicht jede Kleinigkeit kontrollieren, weil sie wissen, dass wir es tun.
Kunden einbeziehen statt verunsichern
Viele Kund:innen haben Sorge, dass sie mehr kontrollieren müssen, wenn ein sozialer Betrieb involviert ist. Unsere Erfahrung zeigt das Gegenteil.
Durch klare Kommunikation, saubere Dokumentation und regelmässige Rückmeldungen wissen Kund:innen jederzeit, wo sie stehen.
Sie sehen, was geliefert wird.
Sie wissen, wie Entscheidungen getroffen werden.
Sie fühlen sich eingebunden, nicht belastet.
Fazit
Qualitätsmanagement bei PLUS UND PLUS bedeutet nicht Perfektion um jeden Preis. Es bedeutet Verantwortung, Transparenz und Verlässlichkeit.
Wir verbinden professionelle IT Qualität mit Ausbildung, Lernprozessen und Menschlichkeit.
Das funktioniert, weil wir klare Prozesse, starke Begleitung und offene Kommunikation leben.
So entsteht Qualität, die trägt. Für Kund:innen. Für Lernende. Für langfristige Zusammenarbeit.
